Über die Beziehungen
zwischen der Entwicklung der deutschen dualen Berufsausbildung und der
deutschen Direktinvestitionen in China
Die
Direktinvestitionen aus Deutschland sind in China immer ein heißes
Thema. Seit der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik in den 80er
Jahren entwickelt sich die chinesische Wirtschaft sehr schnell und ist
in den 90er Jahren in eine neue Phase eingetreten. China ist zu einem
der beliebtesten Investitionsgebiete für ausländische Investoren
geworden. Im Jahre 1994 flossen ungefähr 33 Milliarden US-Dollar nach
China, viel höher als die 3 Milliarden US-Dollar der ausländischen
Entwicklungshilfe für China.
Deutschland nimmt
innerhalb der EU den fünften Platz als chinesischer Handelspartner ein.
Die Besonderheiten der deutschen Direktinvestition zeigen sich in ihrem
hohen Technologiegehalt und guten Ruf, laut Sun Zhenyu, Vizeminister des
Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Außenhandel.
Die deutschen Joint
Venturis in China haben bei der Einführung fortschrittlicher Technik und
bei der Verstärkung der Ausbildung des Verwaltungspersonals, des
Services und der Produktionsqualität große Beiträge geleistet, so dass
eine sehr gute gesellschaftliche Effizienz erzielt worden ist. Firmen
wie Volkswagen, Siemens, Höchst, BASF und andere Unternehmen haben schon
sehr erfolgreiche Joint Venturis in China errichtet. (1)
Es ist erwiesen, dass die
deutschen Direktinvestitionen in China sowohl praktisch als auch
erfolgreich sind. Auf der Basis der Benutzung der fortgeschrittenen
Technik und Instrumente, der Geldmittel und modernen Verwaltungsmethoden
bietet China im Gegenzug billige Arbeitskräfte und reiche Ressourcen.
Zwar werden die
Direktinvestitionen der deutschen Unternehmen in China hoch
eingeschätzt, aber das heißt nicht, dass die deutschen Joint Venturis
oder andere Kooperationsunternehmen alle gut laufen. Obwohl die
wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China eine sehr
gute Grundlage besitzt, sowie die starke Komplementparität der
Wirtschaft beider Länder, ist die Durchführungszeit der Reform- und
Öffnungspolitik beschränkt. Die deutschen Unternehmen benötigen einen
relativ langen Anpassungsprozeß und die bilaterale Zusammenarbeit steht
gerade erst in der Anfangsphase. Es gibt noch viel zu verbessern. Die
Förderungsmaßnahmen für deutsche Direktinvestitionen in China sind von
der gemeinsamen Forschungsgruppe für die „Förderung deutscher
Direktinvestition in China“ des Instituts für Internationale
Wirtschaftliche Zusammenarbeit von Moftec und dem deutschen
Forschungsinstitutes für Entwicklung vorgeschlagen. Ich zitiere ihre
Analyse:
Die Förderungsmaßnahmen
wurden von dem deutsch-chinesischen Forschungsteam in den folgenden vier
Engpassbereichen der Unternehmen untersucht: Informations- und
Beratungsdienstleistungen zur Verringerung der Intransparenz,
Finanzierungsinstrumente zur Erleichterung des Kapitalzugangs, spezielle
Infrastrukturmaßnahmen zur Vereinfachung der Suche nach geeigneten Büro-
und Produktionsräumen sowie Unterstützung bei der Qualifizierung der
chinesischen Mitarbeiter zur Verbesserung des Produktionsprozesses. Die
Untersuchung ergab, dass der Stellenwert der Maßnahmen aus Sicht der
Unternehmen unterschiedlich ist: Während die Unterstützung bei der
Information und Beratung sowie bei der Ausbildung für die meisten
Unternehmen sehr wichtig ist, hat die Unterstützung bei der Finanzierung
und der materiellen Infrastruktur eine nachgeordnete Bedeutung: (2)
Die Berufsausbildung ist
sicher bedeutungsvoll für die Entwicklung der vier Engpassbereiche,
besonders auf dem Gebiet der Informationsberatung und der
Personalausbildung, und wird auch zum Nutzen der Entwicklung der
deutschen Direktinvestitionen in China sein. Hier möchte ich die
Beziehung zwischen der Berufsausbildung oder -fortbildung und der
deutschen Direktinvestition in China zur Diskussion stellen.
1. Die deutsche Tradition
der Berufsausbildung
und ihre Funktionen für
die Wirtschaft
Die deutsche
Berufsausbildung, besonders mit dem Dualsystem als Kern, ist weltweit
berühmt und gehört zu einem der drei wichtigen Modelle der
Berufsausbildung. Durch die Verbindung der Theorie und der Praxis und
der engen Zusammenarbeit der Schulen und Betriebe ist das Ziel dieser
Ausbildung, Fachleute heranzuziehen, die gleich nach dem Abschluss die
Aufgaben im Unternehmen bewältigen können.
Die deutsche Regierung
hat nach Kriegsende weitblickend auf die Berufsausbildung als einen
wichtigen Bestandteil des Wirtschaftswiederaufbaus großen Wert gelegt
und hohe Summen an Geldmittel investiert, und damit eine solide
Grundlage für das deutsche Wirtschaftswunder geschaffen werden konnte.
Im Entwicklungsprozess
der Bundesrepublik Deutschland spielt die deutsche Berufsausbildung
nicht nur einfach die Rolle der Wissensvermittlung, sondern eine ganz
entscheidende Rolle bei der Wirtschaftsentwicklung. Somit wurde sie zu
einem auf die Wirtschaftsentwicklung beeinflussenden und das
Wirtschaftsgedeihen realisierenden wichtigen Faktor. Dies ist nicht nur
von der deutschen Regierung anerkannt worden, sondern auch tief ins Herz
der deutschen Nation eingedrungen. Sie entspricht dem deutschen Geist
sowie dem Streben nach Qualität, Vertrauenswürdigkeit und Sorgfalt.
2. Die Zusammenarbeit der
chinesisch-deutschen Berufsausbildung
Nach der Einführung der
Reform- und Öffnungspolitik in China nahm die Zusammenarbeit zwischen
Deutschland und China auf dem Gebiet der Berufsausbildung ihren Lauf.
1983 ist das erste deutsch-chinesische Kooperationsprojekt, das
Berufsbildungszentrum für das Bauwesen Nanjing unter der Koordinierung
des Bildungsministeriums und der direkten Zusammenarbeit der
Hanns-Seidel-Stiftung und dem Bildungssamt Nanjing, in die Tat umgesetzt
worden. Danach konnte die chinesisch-deutsche Zusammenarbeit im Bereich
der Berufsausbildung sich reibungslos entwickeln und große Erfolge
erzielen.
Diese Zusammenarbeit wird
von einigen wichtigen Institutionen getragen. In Deutschland zählt die
Zusammenarbeit in der Berufsausbildung zum einen Teil zur
Entwicklungshilfepolitik und zum anderen Teil zum Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMWZ). Die konkreten Projekte werden im
Auftrag des BMWZ von der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, der
Hanns-Seidel-Stiftung, der Deutschen Stiftung für Internationale
Entwicklung (DSE) und der Carl - Duisburg Gesellschaft durchgeführt. Die
Arbeitsverteilung und die Kooperationssituation dieser genannten
Organisationen sieht wie folgend aus:
Der direkte
Ansprechpartner der GTZ und der DSE in China ist Moftec. Das
Bildungsministerium trägt die Verantwortung für die jeweiligen
Kooperationsprojekte. Im Rahmen der Kanzlerinitiative führt die GTZ
hauptsächlich die konkreten Projekte der Berufsausbildung an der Tonji -
Universität, das der Angewandten Fachhochschule in Hangzhou, der
Lehrkräfte für Arbeit und Technik in Suzhou, der landwirtschaftlichen
Berufsausbildung an der Tangshan in der Provinz Hebei aus. Die Aufgabe
der DSE besteht größten Teils aus der Fortbildung des
Verwaltungspersonals auf hoher Ebene.
Der Partner der
Hanns-Seide-Stiftung ist die Abteilung für Auswärtige Angelegenheiten
der damaligen Staatlichen Erziehungskommission, die jetzige Abteilung
für Internationale Zusammenarbeit des Bildungsministeriums. Seit den
Anfängen der Reform- und Öffnungspolitik arbeitet die
Hanns-Seidel-Stiftung eng mit der chinesischen Seite zusammen und hat
bisher zwölf Kooperationsprojekte des dualen Bildungssystems in
Shanghai, Jiangsu und anderen Provinzen gegründet. Die deutsche Seite
hat insgesamt 600 Millionen DM (3) investiert. Der Schwerpunkt seit 1997
liegt auf der Verbreitung der Erfahrungen aus den bestehenden Projekten
in den Zentral- und Westgebieten.
Die Carl - Duisburg
Gesellschaft arbeitet mit dem Verwaltungsverein der chinesischen
Unternehmen zusammen. Das ist der direkte Weg der Zusammenarbeit mit
Unternehmen.
Die beiden Regierungen
schenken der Zusammenarbeit der Berufsbildung große Aufmerksamkeit. Li
Peng, damaliger chinesischer Regierungschef und Helmut Kohl, der
ehemalige deutsche Bundeskanzler haben den Kooperationsvertrag über die
Zusammenarbeit der Berufsbildung unterzeichnet und somit eine
Koordinierungsgruppe auf einer sehr hohen Ebene gegründet. Von
chinesischer Seite aus besteht die Gruppe aus der Leitung von Moftec,
aus der Staatlichen Erziehungskommission (SEK), dem Arbeitsministerium,
dem Landwirtschaftsministerium, dem Maschinenbauministerium und anderen
Investitionen. Auf deutscher Seite gibt es neben den Mitgliedern unter
der Leitung des BMWZ noch die Wirtschaftskreise und die
Lokalregierungen. Alle zwei Jahre findet eine Konferenz auf
Ministerebene statt, um über die wichtigsten Probleme der
Bildungszusammenarbeit zu diskutieren und Vorschläge zu machen.
In einem Artikel „die
Erfolge der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit in der Berufsausbildung“
hat Jiang Dayuan die Erfolge in den folgenden drei Punkten
zusammengefasst:
Durch Untersuchungen und
Forschung sind die Erfahrungen beim Lernen unter dem deutschen dualen
Bildungssystem gewonnen worden. Das Projekt und die Modellschulen haben
auf dem Gebiet der Berufsausbildung in China eine Beispielfunktion
ausgeübt, und dadurch die Wirtschaft gefördert. Darüber hinaus arbeiten
sie mit den Berufsschulen bei der Berufsausbildung zusammen und
beschleunigen die Reform der chinesischen Berufsausbildung.
Eine Reihe von
berufsausbildenden Schulen ist errichtet worden, die im Hinblick auf
Lehrkräfte, Ausstattung, sowie Unterrichtsinhalt und -methoden einen
modernen Standard erreicht haben. Die Absolventen dieser Schulen werden
durch ihre überdurchschnittlichen Qualifikationen, also wegen der
qualifizierten Fertigkeit und der besonders guten beruflichen Kompetenz,
von der Gesellschaft und den Unternehmen anerkannt.
Mit deutscher
Unterstützung sind das Zentralinstitut für Berufsausbildung in Beijing
und zwei regionale Institute für Berufsausbildung in Shanghai und in der
Provinz Liaoning mit guten Ausgangsbedingungen aufgebaut worden.
Zweifellos stellen die
hochqualifizierten Absolventen chinesischer Berufsschulen unter dem
dualen Berufsausbildungssystem ideale Fachkräfte für deutsche
Unternehmen in China dar. Noch wichtiger ist, dass diese Ausbildung
schon in einem großen Umfang entwickelt und die Erfahrungen des
deutschen Dualsystems nach chinesischen Verhältnissen erzielt worden
sind. Das heißt, diese chinesische Schüler sind hochqualifiziert und
verfügen über Kompetenzen, die der chinesischen Situation entspricht und
sind somit ideal Mitarbeiter für deutsche Unternehmen. Außerdem sind
eine Reihe Berufsschulen mit Hilfe der deutsch-chinesischen
Zusammenarbeit mit hohem Niveau errichtet worden. Das spricht für die
Ausbildungsfähigkeit chinesischer Berufsbildungskreise. Die
Förderungsmaßnahmen für die Westgebiete von der Abteilung für
Internationale Zusammenarbeit des Bildungsministeriums und der
Hanns-Seidel-Stiftung werden die Entwicklung dieses Prozesses
vorantreiben und somit eine günstige Investitionsumwelt und die
Voraussetzungen für deutsche Unternehmen in China bilden.
3. Die Forderung
deutscher Unternehmer in China nach qualifizierter Berufsausbildung
Wegen der guten und
langen Berufsausbildungstradition in ihrer Heimat verlangen die
deutschen Unternehmen auch hohe Personalqualifikationen im Ausland. Bei
einer Untersuchung ist festgehalten worden, dass alle Unternehmen sehr
aktiv die Fortbildungsarbeit unterstützen und auch zusätzlich dafür
bezahlen wollen.
Es ist aus der
Untersuchung zu erkennen, dass die deutschen Unternehmen in die
Qualifikationen des Personals investieren wollen. Denn die Deutschen
sind davon überzeugt, dass erstklassige Erzeugnisse und Unternehmen nur
durch hochqualifizierte Mitarbeiter ins Leben gerufen werden können.
Dafür spricht ein gutes Beispiel des deutschen Wirtschaftswunders in den
sechziger Jahren. In der damaligen schwierigen wirtschaftlichen
Situation entschied sich die deutsche Regierung, die Berufsausbildung zu
investieren, denn die Erhöhung der Qualifikationen spielen bei der
Wirtschaftsentwicklung eine sehr entschiedene Rolle.
Frau Berke von der
Gemeinschaft für Deutsche Industrie (GDI) zitiert in ihrem Artikel „der
Förderbereich Aus- und Fortbildung“ wie folgend:
Zwei Drittel der
japanischen und deutschen Unternehmen haben große Schwierigkeiten im
Bereich der Aus- und Fortbildung ihrer lokalen Mitarbeiter. Knapp zwei
Drittel der japanischen und die Hälfte der deutschen Unternehmen sehen
diesen Bereich als bedeutenden zukünftigen Schwerpunkt der staatlichen
Unterstützung. Die Schwierigkeiten ergeben sich
- aus der veränderten
Aufgabenstellung für das chinesische Personal im Joint Venture. Das
Personal wird in den meisten Fällen vom chinesischen Partner übernommen
und steht anfangs neuen Aufgaben gegenüber.
- aus Mängeln im
chinesischen Ausbildungssystem, insbesondere unzureichende Aus- und
Fortbildung sowohl im kaufmännischen als auch in dem technischen Bereich
(Management und Verwaltung)
- durch noch nicht
ausreichende unternehmensinterne Ausbildungsbemühungen in deutschen
Unternehmen. Zu diesen Bemühungen zählt sowohl die Entsendung von
chinesischen Mitarbeitern nach Deutschland, wie auch die Unterweisung
durch deutsche Experten, teilweise in eigenen Ausbildungsstätten.
Zusammengefasst heißt
das, dass die Berufsfortbildungssituation der deutschen Unternehmen in
China noch nicht völlig gelöst ist.
Large corporations, moreover, have tried other modes of training, which
SMEs are generally not capable of implementing due to their financial
and personnel constraints. These include intracompany seminars and
Englisch language courses.The attempts to conduct in-house training are
exemplified by the approaches of three German corporations. One of the
corporations appointed a personnel officer who is in charge of
integrating center for ist employees. The third corporation /arabic/index.htmndet
the training school that was taken over from the Chinese joint venture
partner. Nevertheless, German managers also mentioned difficulties in
education and training that become more relevant in the long run. These
include the narrow focus and theoretical outlook of the Chinese
education system, staff deficiencies in technical /english/index.htmrtise,
and a lack of will to schoulder responsibility and share information.
(5)
4. Die jetzige
Beziehungssituation zwischen den Projekten der deutsch-chinesischen
Berufsbildungszusammenarbeit und ihre Analyse
Zusammengefasst wird
deutlich, dass die Kooperationsprojekte der deutsch-chinesischen
Berufsbildung schon mit den deutschen Direktinvestitionsunternehmen in
China die Beziehung der Zusammenarbeit in einigen Bereichen errichtet
haben, hauptsächlich in der Nutzung der Absolventen. Ein gutes Beispiel
dafür ist das Kooperationsprojekt „Elo Shanghai“ unter der
Zusammenarbeit der Abteilung für Internationale Zusammenarbeit des
Bildungsministeriums und der Hanns-Seidel-Stiftung. Der deutsche Experte
Gigl von Elo Shanghai erklärte mir, dass er unmittelbar an die deutschen
Unternehmen in Shanghai herantritt, um seine Schüler Praktikanten
anzubieten. Bisher funktioniert das System sehr gut und die Absolventen
sind sehr beliebt bei den deutschen Unternehmen. Manche Betriebe möchten
sogar nach der Beendigung des Modells des dualen Berufsausbildungssystem
einen Vertrag mit den Schulen unterzeichnen und weiterhin
Praktikumplätze anbieten sowie Bildungskosten übernehmen. Das ist aber
nur eine Sondersituation bei den Kooperationsprojekten der
deutsch-chinesischen Berufsausbildung und den deutschen
Direktinvestitionsunternehmen in China.
Die Hauptgründe
beinhalten folgende Punkte:
1. Der Bekanntheitsgrad
der deutschen staatlichen Bildungsinstitutionen ist nicht hinreichend
hoch. Die meisten Unternehmen kannten nur einzelne Institutionen, hatten
aber keinen Überblick über alle Einrichtungen. Der Bekanntheitsgrad
differenziert zudem erheblich. So waren die vom deutschen Staat
unterstützten Ausbildungszentren insbesondere der GTZ, der
Senior-Experten-Service und die Carl-Duisberg-Gesellschaft die
bekanntesten staatlichen Einrichtungen für berufliche Bildung. Die
Unternehmen haben sich deshalb eine umfassende Information über weitere
staatliche Einrichtungen gewünscht.
Nur knapp ein Drittel der
Unternehmen finden einen bedarfsgerechten Zuschnitt bei der Mehrheit der
Bildungsinstitutionen. Das zeigt sich auch in der Tatsache, dass weniger
als ein Sechstel der Unternehmen Absolventen der von deutscher Seite
unterstützten Einrichtungen eingestellt haben. (6)
2. Es fehlt noch eine
engere Verbindung und Koordinierung zwischen den deutschen Wirtschafts-
und Berufsbildungskreisen. Das Bundesministerium für Wirtschaftliche
Zusammenarbeit trägt die Verantwortung für die Entwicklungshilfe, dann
erst für die Berufsausbildung in China und die Verantwortung für
Investitionen tragen die deutschen Unternehmen. Frau Berke weist auf
diese vertragt Situation hin:
Es gibt bereits einige
erfolgsversprechende Ansätze, die auf die Zusammenarbeit zwischen
staatlichen Einrichtungen und deutschen Joint Venturis bauen. Dazu zählt
das durch die GTZ geförderte Aeronautical Apprentice Training Center,
das GTZ-Förderprogramm, welches finanzielle Zuschüsse für betriebliche
Ausbildung in Joint Venturis bereitstellt, das neue
GTZ-Koordinations-Projekt für den Großraum Shanghai sowie verschiedene
Initiativen der Hanns-Seidel-Stiftung. (7)
Aber die Verbindung
zwischen Ausbildungsinstitutionen und Unternehmen ist noch nicht so eng,
dass die beiden sich gegenseitig wirklich wie gewünscht fördern können.
Dafür sprechen sehr viele Gründe und es gibt sicher sehr viele Projekte
in diesem Gebiet ins Leben zu rufen und zu fördern.
3. Die Teilnahme und
Förderung der chinesischen Wirtschafts- und Berufsbildungskreise sind
notwendig. Obwohl die bisherige Studie sich hauptsächlich um die Wünsche
der deutschen Seite bemüht hat, halte ich die Teilnahme der chinesischen
Institutionen und Behörden für ganz wichtig. Da die Zusammenarbeit
wechselseitig sein sollte, wäre es unglaubwürdig, wenn die Unternehmen
auf dem chinesischen Markt ohne die aktive Teilnahme und Unterstützung
der chinesischen Regierung und Wirtschaftskreise sich gesund und gut
entwickeln könnten. Die jetzige auseinandergehende Situation zwischen
den deutsch-chinesischen Kooperationsprojekt der Berufsausbildung und
den deutschen Unternehmen in China benötigt nicht nur die weitere
Förderung und Koordinierung der deutschen Seite, sondern auch die
Koordinierung und Zusammenarbeit der chinesischen Wirtschafts- und
Berufsbildungskreise. Dies würde sicherlich zu der Einführung weiterer
deutscher Investitionen und weiterem High-Tech in China beitragen.
5. Die Ergänzung der
Berufsausbildung und der wirtschaftlichen Entwicklung und die
gegenseitige Förderung des Modells des „Dualsystems“
Die wirtschaftliche
Zusammenarbeit der beiden Ländern hat eine breite Perspektive und
verfügt über ein großes Potential. Die beiden Regierungen hoffen auf
eine rasche Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen und
Handelsbeziehungen, somit ist eine gute wirtschaftliche Basis für die
bilateralen politischen Beziehungen geschaffen worden. Aber andererseits
muss der Gesetzmäßigkeit der Wirtschaft streng gefolgt werden, sowohl
bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit als auch in Joint Venturis bzw.
in anderen Unternehmensformen. Wichtig ist es eine gute
Investitionsumwelt zu bilden. Dieser Begriff beinhaltet sehr viele
Elemente, z.B. eine gute Infrastruktur, Informationen, Beratungen,
gesetzliche Rahmenbedingungen, die Unterstützung der Politik und auch
die Berufsausbildung. Für die deutschen Investoren sind die im dualen
Bildungssystem ausgebildeten Arbeitnehmer in China besonders attraktiv.
Deshalb ist die Erkenntnis sehr wertvoll, dass die durch die
deutsch-chinesischen Kooperationsprojekte ausgebildeten
hochqualifizierten Fachkräfte dem Wirtschaftsaufbau des Landes und der
Bereitschaft zu Investitionen besser dienen können. Die Vorteile sind
wie folgend:
1. Wegen der Herkunft des
dualen Berufsausbildungssystems gefällt diese Form den Deutschen am
besten.
2. Die in dem System
ausgebildeten Fachkräfte sind wirklich hochqualifiziert.
3. Für die deutschen
Direktinvestitionsunternehmen in China werden die Qualifikationen des
Personals erhöht und die Bildungskosten reduziert.
Die Bildungsressourcen
der chinesisch-deutschen Kooperationsprojekte im Bereich der
Berufsausbildung sollten vollständig verwendet, damit eine gute Umwelt
für hochqualifizierte Fachkräfte geschaffen wird. Es wird sicher nicht
nur zum Nutzen der Erhöhung der Effizienz der deutschen Unternehmen
dienen, sondern ist auch viel attraktiver für angehende Investoren aus
Deutschland. Folgende Entwicklung wäre wünschenswert:
1. Die Methode des
Elo-Projektes aus Shanghai nachzumachen. Die Berufsschulen sollten sich
aktiv mit den deutschen Unternehmen in Verbindung setzen, um eine
Partnerschaft oder eine relativ stabile Kooperationsbeziehung zu bilden.
2. Auf dieser Grundlage
könnte die Zusammenarbeit dieses Typs in einem bestimmten Umfang in die
Tat umgesetzt werden. 1997 erklärte das Bildungsministerium auf der
Basis der mehr als zehnjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit mit der
Hanns-Seidel-Stiftung ganz klar, dass die guten Erfahrungen der jetzigen
Projekte in den Zentral- und Westgebieten verbreitet werden sollten. Die
Provinzen Gansu und Yunnan sind zur Zeit als Versuchsgebiete ausgewählt,
somit ist eine gute Grundlage für die Kooperation dieses Typs geschafft.
3. Die Erfahrungen
sollten nach einem bestimmten Zeitraum zusammengefasst werden, damit die
Koordinierungs- und Standardisierungsarbeit weiter vorangetrieben werden
kann. Es wird die aktive Teilnahme und Koordinierung der Wirtschafts-
und Bildungsbehörden der Regierung, z. B. eine enge Zusammenarbeit der
Bildungsschichten und Wirtschaftskreise, benötigt.
Die angemessene
Entwicklung des deutschen dualen Bildungssystems und die Garantie über
hochqualifizierte Fachkräfte für die deutschen
Direktinvestitionsunternehmen in China zu gewährleisten, wird sicherlich
die Entwicklung der deutschen Direktinvestition in China und die
Vermehrung der deutschen Investitionssumme fördern. Im Gegensatz dazu
werden mit der Vermehrung der deutschen Direktinvestition in China die
Anforderungen an die Fachkräfte erhöht werden. Die Berufsausbildung und
die Wirtschaftsentwicklung werden, sich ergänzen und wechselseitig die
Entwicklung Chinas fördern.
Zitate:
1. "Die deutschen
Direktinvestitionen in China", Seite 10
2. wie oben Seite 5
3. „Die Geschichte und
gegenwärtige Politik der auswärtigen Angelegenheiten des
Bildungswesens“, Seite 274
4. „Die deutschen
Direktinvestitionen in China, Seite 87
5. wie oben Seite 181
6. wie oben Seite 87
7. wie oben Seite 88
|