DaimlerChrysler visiert China an
 

Der deutsch-amerikanische Automobilkonzern DaimlerChrysler AG und die Beijinger Automobile Industry Holding Company (BAIC) unterzeichneten am Montag einen Rahmenvertrag über die Produktion von Pkws und Lkws von Mercedes in China.

Gegenwärtig strömen ausländische Autoproduzenten nach China, auf den weltweit am schnellsten wachsenden Automarkt, während die Nachfrage überall sonst stagniert. Allerdings, so warnen manche Beobachter, könne dies zu Überkapazitäten führen.

In einem Interview mit dem deutschen Nachrichtmagazin „Der Spiegel“ sagte DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp, das Chrysler, der amerikanische Teil des Unternehmens, in diesem Jahr noch großen Herausforderungen entgegensehe.

Er sagte, dass man in diesem Jahr ein knapp positives Geschäftsergebnis bei Chrysler anstrebe. Jedoch werde dies auf Grund erheblicher Risiken durch vermutlich noch härter werdende Konkurrenz in den USD ein hartes Stück Arbeit werden, fügte er hinzu.

Nur wenige Analysten erwarten, dass Chrysler sein Ziel kostendeckend zu arbeiten, dieses Jahr erfüllen wird, da sich das Unternehmen in einem heftigen Preiskrieg mit amerikanischen Autoproduzenten befindet.

Schrempp wiederholte, dass das Unternehmen einen Betriebsgewinn von rund 5 Mrd. Euro in diesem Jahr plane.

Im Juni diesen Jahres hatte das Unternehmen sein Gewinnziel reduziert. Im Vorjahr hatte man noch geplant 2003 die Marke von 5,8 Mrd. Euro zu brechen.

DaimlerChrysler plane in China jährlich rund 25.000 Mercedes-PKWs der C- und E-Klasse herzustellen, bestätigte Schrempp bezüglich der China-Geschäfte DaimlerChryslers. Ausländische Autohersteller, die in China Autos produzieren wollen, müssen Joint Ventures (JVs) mit lokalen Partnern gründen.

Wie Jürgen Hubbert, Mercedes-Geschäftsführer im Stuttgarter-Hauptquartier DaimlerChryslers, in einem Interview mitteilte, erwarte er in diesem Jahr keine Absatzzunahme.

Bis August diesen Jahres sei der Absatz von Mercedes, Smart und Maybach um 2% geschrumpft, so Hubbert. Er machte jedoch keine genauen Angaben.

Hubbert teilte der Stuttgarter Zeitung außerdem mit, dass das Unternehmen plane, den Absatz im nächsten Jahr auf dem diesjährigen Stand zu halten. Grund sei der Generationswechsel bei der A- und der M-Klasse.