Laut einem hochrangigen Angestellten der Bayer AG
werde das Unternehmen seine Produktionsstätte in Beijing ausbauen, um u.a.
Arzneimittel gegen Impotenz herzustellen. Die wachsende Marktnachfrage soll so
befriedigt werden.
Wie Hans-Joachim Raubach, stellvertretender Geschäftsführer
der Bayer Healthcare Co. Ltd., der Tochtergesellschaft der Bayer AG in Beijing,
mitteilte, werde Bayer 25 Mio. Yuan (2,7 Mio. Euro) bis 30 Mio. Yuan (3,2 Mio.
Euro) investieren.
Mit dieser Investition würden Ausstattungen
eingekauft und neue Mitarbeiter eingestellt, um Tabletten gegen Diabetes und
Herzkrankheiten zu produzieren, sagte Raubach, ohne genauere Angaben zu machen.
Laut Wu Xiaobing, dem Hauptgeschäftsführer der
Bayer Healthcare Co Ltd., beherrsche Bayer ein Drittel des Marktes für
Arzneimittel gegen Diabetes in China.
Er erwarte, dass der Gesamtabsatz in diesem Jahr
im Vergleich zu 2002 um 42% auf 600 Mio. Yuan (64,3 Mio. Euro) steige, sagte Wu.
Außerdem plane das Unternehmen bis Ende 2004
Levitra, ein Arzneimittel gegen Erektionsstörungen, auf dem chinesischen Markt
einzuführen.
Seit 2002 werde Levitra in klinischen Studien in
Krankenhäusern chinesischer Großstädte, u.a. Shanghai, eingesetzt, fügte Wu
hinzu.
Zu dem chinesischen Handelsnamen und dem Preis für
das Medikament wollte er sich nicht äußern.
Neben der Konzentration auf den chinesischen
Markt, plant Bayer ab dem nächsten Jahr seine Produkte in andere Länder zu
exportieren.
Das Ansehen der chinesischen Produktionsstätten
Bayers auf dem Weltmarkt werde durch den Export von in China hergestellten
Produkten in entwickelte Länder, wie z.B. Japan, gefördert werden.