Ausländische Unternehmen investieren in chinesischen Sektor für Wasserversorgung 
 

Das bekannte deutsche Wasserversorgungsunternehmen Berlinwasser International AG schloß in Beijing mit der Jinaner Stadtregierung ein Wasserversorgungsabkommen.

Pressemeldungen über die Privatisierung von städtischen Dienstleitungen zufolge, habe Berlinwasser mit dem Abkommen einen weiteren entscheidenden Schritt in den chinesischen Markt der städtischen Wasserversorgung vollzogen.

Wie Dieter Ernst, Präsident der Berlinwasser International AG, sagte, wird die vollständige Öffnung dieses ehemals monopolisierten Marktes ausländischen Investoren enorme Gelegenheiten bieten.

Seit die Berlinwasser International AG 1998 auf den chinesischen Markt eintrat, hat sie in Xi´an eine Wasserversorgungsanlage und in Nanchang ein Abwasserklärwerk gebaut. Bis jetzt hat das Unternehmen in China 80 Mio. Euro investiert.

Laut Ernst sei die Nachfrage im Bereich der städtischen Wasserversorgung in China auf Grund der chinesischen Bevölkerungszahl und der beschleunigten Urbanisierung groß.

China sei für die Berlinwasser International AG ein wichtiger Markt in der asiatisch-pazifischen Region geworden.

Außer Berlinwasser konzentriert sich auch Veolia Water, der weltweit größte Dienstleister für Wasserversorgung, auf den chinesischen Markt.

Nachdem Veolia seine Geschäfte in Tianjin, Shanghai, Chengdu und Zhuhai erweitert hat, hat der französische Konzern ein neues Projekt für Wasserversorgung in der nordwestchinesischen Stadt Baoji in Angriff genommen.

Wie Regis Calmels, stellvertretender Geschäftsführer von Veolia Water und Geschäftsführer der Veolia Water Asia-Pacific, auf einer Konferenz bekanntgab, habe die große Nachfrage nach Wasserversorgung in China dem Unternehmen sein künftiges Ziel im Rahmen seiner globalen Strategie vor Augen geführt.

Statistiken zufolge hat die gegenwärtige Wasserversorgungskapazität in China 210 Mio. Kubikmeter pro Tag erreicht. China plant bis 2005 seine Wasserversorgungskapazität pro Tag um 40 Mio. Kubikmeter zu erhöhen.

Der Umstand, dass die chinesische Industrie für Abwasserentsorgung ebenfalls in eine neue Phase schneller Entwicklung getreten ist, wird für chinesische und ausländische Investoren viele Geschäftschancen mit sich bringen.

Da es in China nach wie vor einen Mangel an überregionalen Wasserversorgern gebe, würden ausländische Investoren in diesem Bereich auf dem chinesischen Markt zu starken Konkurrenten werden, so Experten.