Wechselkurs des RMB bleibt stabil 
 

Ein Pressesprecher des staatlichen Devisenamtes hat am Freitag in Beijing bekräftigt, dass der Wechselkurs der chinesischen Landwährung Renminbi (RMB) „im großen und ganzen stabil“ bleiben werde.

Der Sprecher sagte, China als ein großes Entwicklungsland brauche eine relativ stabile internationale und nationale Finanzumgebung. Die stabile Entwicklung der chinesischen Wirtschaft diene sowohl Asien als auch der Welt.

Erneut bekräftigte der Sprecher die chinesische Devisenpolitik, dazu gehören die Stabilität des Wechselkurses des RMB, die Verbesserung des Mechanismus zur Festlegung des RMB-Wechselkurses und eine ausgeglichene internationale Zahlungsbilanz.

Auch aus dem Ausland werden zunehmend Stimmen laut, die einen unveränderten Wechselkurs des RMB fordern. So hat der Vorstandsvorsitzende der japanischen Gesellschaft zur Förderung des Handels, Osamu Watanabe, am selben Tag in Tokio vor chinesischen Journalisten gesagt, der Wechselkurs des RMB solle von China selbst bestimmt werden. Zur Zeit sei eine größere Aufwertung des RMB unangebracht.

Der Geschäftsführer des Medienkonzerns Forbes und Chefredakteur des Forbes-Magazins, Steve Forbes, hat ebenfalls für eine Beibehaltung des stabilen Wechselkurses der chinesischen Währung RMB plädiert.

Der gegenwärtige Wechselkurs der chinesischen Währung entspreche der Wirtschaftsentwicklung und mache eine Aufwertung nicht erforderlich, sagte Forbes am Donnerstag auf der globalen Forbes-CEO-Konferenz in Shanghai. Zudem erklärte er, die USA und Japan sollten die Lösung ihrer Wirtschaftsprobleme in ihrem eigenen Land und nicht in einer Aufwertung des RMB suchen.

Auch der Nobelpreisträger für Wirtschaft und Wirtschaftsprofessor der amerikanischen Columbia-Universität, Joseph E. Stiglitz, verwies auf der Konferenz darauf, dass eine Aufwertung der chinesischen Währung zu Turbulenzen in der chinesischen Wirtschaft und zu größerer Deflation führen werde, die sowohl China als auch der Welt schadeten.